Der Überfall auf die Hilfsflotte in internationalen Gewässern war ein Akt der Piraterie. Ist die Festnahme der Aktivistinnen und Aktivsten nicht anders als eine Entführung zu werten?
Die beiden Bundestagsabgeordneten Annette Groth und Inge Höger, konnten mit Vertretern der deutschen Botschaft in Israel telefonieren, wurden dann aber an einen unbekannten Ort verbracht, ein direkter Kontakt mit ihnen ist immer noch nicht möglich, auch die deutsche Botschaft hat keinen Zugang zu ihnen.
Sieht so ein Rechtsstaat aus? Nein
Eine Militärdiktatur? Ja
Israel hat unangemessen reagiert und verabschiedet sich aus der Gemeinschaft eines Rechtsstaates.
Ob 10, 15, 20 oder gar mehr Tote. Dieser Akt staaatlicher Gewalt ist nicht nur eine menschliche Katastrophe, sie ist auch eine politische. So baut man Gegner auf. Humanitäre Hilfe kann nie eine Provokation sein.
Es bleiben Fragen offen, die schnellst möglich beantwortet werden müssen
"Israel versucht seit geraumer Zeit den Gazastreifen, in dem es seine Besatzung aufgegeben hat, abzuriegeln. Dazu hat Israel kein Recht. Es gibt keine einzige völkerrechtliche Norm, auf die Israel eine solche Abriegelung stützen kann. Deshalb ist sie mehrfach und von einer Vielzahl von Staaten verurteilt worden".
Der Hilfskonvoi aus sechs Schiffen mit mehr als 600 internationalen Passagieren und über 5000 Tonnen Hilfsgüter an Bord sollte bereits am Sonntag in Gaza City ankommen. Gysi fordert, dass sich die Bundesrepublik "gegenüber der israelischen Regierung für das Ende der Gewalt gegenüber den Besatzungen der Schiffe, für die unverzügliche Freilassung sämtlicher friedlicher Besatzungsmitglieder, für die Bildung einer internationalen Untersuchungskommission zur Klärung der Vorgänge und für das Ende der rechtswidrigen Abriegelung des Gazastreifens" einsetzt.