Der linke Aachener Europapolitiker Andrej Hunko und der Kreissprecher der Linken in der Städteregion Aachen Darius Dunker kritisieren die Entscheidung des Karlspreisdirektoriums, im kommenden Jahr Wolfgang Schäuble für seine Europapolitik auszuzeichnen.
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Am kommenden Wochenende finden an vielen Atomstandorten internationale Protestaktionen und Demonstrationen statt. Die größte wird am belgischen AKW Tihange (60 km westlich von Aachen) erwartet. Unterdessen gab es in Japan erneut ein Erdbeben der Stufe 6,2. Die beschädigten Reaktoren von Fukushima seien nicht betroffen, hieß es routinemäßig. Die tödliche Seite der Atomwirtschaft zeigte sich erst vor kurzem wieder bei der Explosion eines Schmelzofens für radioaktive Abfälle im französischen Marcule, bei der ein Arbeiter binnen Sekunden verbrannte und vier weitere verletzt wurden.
Der Landesparteitag DIE LINKE Nordrhein-Westfalen hat auf Initiative des Kreisverbands Städteregion Aachen einstimmig beschlossen:
Am Antikriegstag, dem 1. September, finden wieder in zahlreichen Städten Friedenskundgebungen statt. Tatsächlich ist ein deutliches Zeichen für den Frieden gerade heute wichtig. Der Afghanistankrieg geht ist zehnte Jahr, in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens ist die Lage ungewiss, in den kurdischen Gebieten hat sich die Lage zugespitzt. Nicht nachlassen sollten wir mit der Kritik an Rüstungsexporten wie den kürzlich öffentlich gewordenen Waffendeals mit Saudi-Arabien. Dazu passend erhalten am Antikriegstag die Informatiosstelle Militarisierung und der Rüstungsexportgegner Jürgen Grässlin den Aachener Friedenspreis.
Seit Frühling 2010 diskutiert DIE LINKE den Entwurf zu ihrem Grundsatzprogramm. Die Debatte befindet sich inzwischen in der abschließenden Phase: Beim Erfurter Bundesparteitag im Oktober soll das Programm beschlossen werden.
Der Aachener Kreisverband der LINKEN will die Gelegenheit der Programmdebatte nutzen, um mit allen Kräften aus der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen, die sich für soziale Gerechtigkeit, Frieden, Umweltschutz, gute Arbeit, Geschlechtergerechtigkeit, Antirassismus oder bessere Bildung einsetzen.
Zu unserem Ratschlag am 4. September haben wir Vertreterinnen und Vertreter eingeladen, um mit uns strittige Fragen zu diskutieren, zu denen innerhalb der LINKEN (noch) kein Konsens besteht. Wir wollen die Debatte möglichst breit führen, um von anderen demokratisch engagierten Menschen und ihrer jeweils eigenen Perspektive zu lernen.