
Auf ihrer LandesvertreterInnenversammlung am 28. und 29. März 2009 in Essen hat die Partei DIE LINKE am Samstag den Aachener Andrej Hunko (2. von links auf dem Foto) auf den aussichtsreichen Platz 6 der Landesliste zur Bundestagswahl gewählt. Hunko setzte sich gegen zahlreiche Mitbewerber durch und ist damit der erste Kandidat auf der Landesliste, der Aussichten hat, neu in ein Parlament gewählt zu werden. Auf die ersten vier Listenplätze wurden Ulla Lötzer, Ulla Jelpke (3. v.l.), Inge Höger (4. v.l.) und Paul Schäfer gewählt, die bereits dem derzeitigen Bundestag angehören. Platz fünf erhielt die bekannte bisherige Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht, die in die Bundespolitik wechseln möchte. Nach Andrej Hunko folgt auf Platz 7 Sevim Dagdelen, die ebenfalls bereits dem vorigen Bundestag angehörte. Den nächsten Platz erhielt ein weiterer „Neueinsteiger“, der 24-jährige Jurastudent Niema Movassat aus Oberhausen, der vom Jugendverband Linksjugend Solid vorgeschlagen worden war.
Sprecher und Sprecherin des Aachener Kreisverbands der Linken, Darius Dunker und Monika Dumont, unterstützten am Sonntag einhellig die Listenaufstellung: „Wir begrüßen es sehr, dass die Partei mit der Drei-Frauen-Spitze ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Und wir freuen uns natürlich besonders, dass der erste Neuzugang aus unserem Kreisverband kommt.“ Andrej Hunko ist seit Jahren bekannt durch sein Engagement bei den Aachener Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau und beim Aachener Antikriegsbündnis.
„Auch bei den Protesten gegen das unselige Bauhaus Europa und die reaktionären Karlspreisverleihungen an Javier Solana und Angela Merkel war er ein wichtiger Mitstreiter,“ so Linke-Kreissprecher Dunker, der mit ihm in diesen Projekten eng zusammengearbeitet hatte. „Die Meldung von der Aufstellung Andrej Hunkos war der krönende Abschluss, als wir gestern von der Großdemonstration 'Wir zahlen nicht für eure Krise' aus Frankfurt zurück kamen.“
„Es ist wichtig, dass die Partei sich nicht von den außerparlamentarischen Bewegungen abkoppelt,“ meint auch Kreissprecherin Dumont. Bei Andrej Hunko sehe man das beispielsweise daran, dass er derzeit an der Organisation des Sonderzugs zu den Protesten gegen das NATO-Jubiläum in Straßburg maßgeblich beteiligt ist. „Wir gratulieren aber auch Paul Schäfer, der für den Aufbau unseres Kreisverbands viel geleistet hat, indem er ein Wahlkreisbüro in Aachen eröffnete.“
Gerade in der aktuellen Krisenzeit komme auch die Aufstellung der profilierten Antikapitalistin Sahra Wagenknecht für den Bundestag gerade richtig, auf deren hervorragende Reden im Bundestag man sich wohl schon freuen dürfe, so Dumont.