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Kreisverband Städteregion Aachen der Partei DIE LINKE

AK Umwelt, Verkehr, Stadtplanung

Windkraft in Aachen

DIE LINKE Aachen steht für 100% Erneuerbare Energie, um Krieg um Energie sowie Klimawandel und Atomkraft zu vermeiden. Die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze vor Ort und Investitionen der Bürger zur Errichtung und Betreibung lokaler Windkraft- und Solaranlagen sind ebenfalls wichtig. DIE LINKE Aachen befürwortet den massiven Ausbau von Windkraftanlagen unter Einhaltung des Natur- und Anwohnerschutzes. Nur Windkraft und Solarenergie besitzen das technisch nutzbare Potential, um die wesentlichen Quellen für 100% Erneuerbare Energie in der BRD zu werden. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll abwägen, welche Belastungen größer sind, diejenigen von Windkraftanlagen oder diejenigen aus Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerken – selbst dann, wenn Windkraftanlagen vor der eigenen Haustür, in Wäldern oder Landschaftsschutzgebieten stehen.

Die Versammlung der Windkraftgegner am 22.2.2011 im Pfarrheim Schmithof warf einen Fokus auf diesen zur Zeit in der BRD stattfindenden Meinungswandel. Viele der Vorträge waren von Behauptungen durchsetzt wie »Todesurteil für den Münsterwald«, »Der Westwall war ein Klacks dagegen«, »Jedes Jahr werden pro Anlage 5.000 Liter Diesel für die Generatoren zur Befeuerung (Anm.: Beleuchtung) in dieses Wasserschutzgebiet gebracht«, »80dB Lärm in 2km Entfernung«. Hubert Heck vom AK Umwelt der Linken kommentierte: "Mit diesen Falschbehauptungen machen sich die Windkraftgegner unglaubwürdig. Auch die Behauptung, Bienen würden durch rotierende Windradflügel getötet, kann ich als Imker nicht bestätigen."

Unmut war über fehlende Information und Bürgerbeteiligung zu vernehmen, Vergleiche mit Stuttgart 21 wurden angestellt. Adelheid Pulinna vom AK Umwelt: "Bei Großprojekten müssen alle Betroffenen ein demokratisches Informations- und Mitspracherecht besitzen. Wir fordern Politik und Stadtrat auf, die tatsächlichen Beeinträchtigungen durch Windkraft im Münsterwald offen zu kommunizieren. Eine öffentliche Diskussion wie im Haus Löwenstein Herbst 2010 muß wiederholt werden." Einen sehr guten Einblick geben die Erläuterungen unter

http://www.aachen-hat-energie.de/wind/umweltallgemein.htm

Wurden Argumente für die Windkraftanlagen genannt, dann wurden die Redner verbal und durch körperliche Annäherung bedrängt. Einer Frau nahm Volker Rubach sogar das Mikrofonnach relativ kurzer Rede wieder weg. Gegenreden wurden generell durch lautstarke Unterbrechungen massiv abgekürzt. Viele der anwesenden WindkraftgegnerInnen hatten offensichtlich kein Interesse an einem konstruktiven, auf nachweisbaren Quellen beruhenden, Informationsaustausch. Auch der Vorwurf eines Windkraftgegners war bezeichnend: "Sie haben sich hier eingeschlichen!" Jörg Hofmann, Sachkundiger Bürger im Umweltausschuss, meinte dazu: "Die Windkraftgegner fordern demokratische Mitsprache, möchten diese aber den Befürwortern vorenthalten."

Auf Nachfrage wurde von fast Allen der ca. 100 Anwesenden Windkraft zum Schutz der Umwelt und zur Begrenzung des Klimawandels befürwortet. Es gehe ausschließlich um die Standortwahl wurde betont. Allerdings wurde in den Vorträgen kein einziges Argument für Windkraft aufgeführt und alternative Standorte erst auf mündliche Nachfragen genannt: Hitfeld, AC-Kreuz, Brand, Oberforstbach. Peter Kämmerling von der Linken findet dies unsolidarisch: "Damit sollen Anwohner an andern Standorten die angeblichen Horror-Belastungen hinnehmen, damit die anwesenden Windkraftgegner den ökologischen Strom ohne Windmühle in »ihrem Wald« genießen können. Wer weder Windkraftanlagen noch konventionelle Kraftwerke möchte, solle ehrlicher Weise keinen Strom verbrauchen und sich aus der schwierigen Diskussion über die zukünftige Energieversorgung heraushalten. Ich hatte mir einen konstruktiven, auf sachlichen Grundlagen beruhenden Dialog gewünscht. Der überwiegende Teil dieser Windkraftgegner hat mich enttäuscht."

 

Der große Bluff: Die falschen Versprechen der Atompolitik

 


Der große Bluff: Die falschen Versprechen der Atompolitik

http://www.youtube.com/watch?v=8cXYgucc9mY


Die Lüge der großen Stromversorger: Strompreise durch Erneuerbaren Strom gestiegen?

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=22804

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/151344/index.html


DIE LINKE KV Aachen ist mittlerweile auf einen echten Ökostrom-Anbieter umgestiegen:

http://www.ews-schoenau.de/

Die Abschlagszahlungen sind nach dem Umstieg auf diesen echten Öko-Strom für das Linke Zentrum Augustastraße sogar gesunken - im Gegensatz zu falschem Ökostrom, bei dem der einzige Nutzen in einem höheren Gewinn für den Stromhändler liegt!

Informiere Dich hier über echten Ökostrom:

http://www.robinwood.de/OEkostrom-Wechsel-Jetzt.oekostrom.0.html

Wir fordern jede und jeden zum sofortigen persönlichen Umstieg auf.

   

Meinungen zur Filmvorführung

Water Makes Money

Ein Film sorgt für Furore. Nach „Wasser unter'm Hammer" ist „Water Makes Money" die nächste Dokumentation, die sich mit den negativen Folgen der Privatisierung der Wasserversorgung beschäftigt. Die Filmemacher sind zurzeit großem Druck durch den französischen Multi-Konzern Veolia ausgesetzt, dessen grenzüberschreitendes Treiben im Film beschrieben wird, siehe auch http://www.watermakesmoney.com

 

Nach der Vorführung des Films „Water Makes Money“ in unserem Linken Zentrum waren die etwa 40 Zuschauer nach der 82-minütigen Filmvorführung leicht erschlagen von der Themenvielfalt und den Machenschaften der Industrie, wie sie in diesem Film dokumentiert worden sind.

Reaktionen und Meinungen der Zuschauer:

„Unverschämtheit, dass die Konzerne Veola und Sued die Gesundheit der Bevölkerung durch krebs­erregendes Chlor gefährden und dabei darüber hinwegtäuschen, dass die Sanierung des Rohrsystems sich für die privaten Versorger nicht lohnt.“

„Normalerweise sollen PPP-Projekte (Public Private Partnership) und ähnliche Privatisierungsprojekte den Städten, Gemeinden und Kommunen einen Nutzen bringen, lt. Wikipedia soll der Nutzen bei ca. 10 bis 15% Kostenersparnis liegen. Der Film zeigt jedoch, dass die Kosten für die Wasserverbraucher um bis zu 40% gestiegen sind. Privatisierung in der Daseinsvorsorge ist Mist. “

„Wenn ich demnächst von europäischen Konferenzen höre, dann weiß ich, ähnlich wie bei dem im Film vorgestellten Welt­­wasser­forum, dass es nicht, wie einer der Sprecher des Podiums sinngemäß sagt, um das Wohl der Menschen geht, jedem Erdenbürger reines Wasser zur Verfügung zu stellen. In erster Linie will man europa- bzw. weltweit neue Kunden durch Anfangskredite locken, die dann mehrfach von den Verbrauchern mit überhöhten Zinsen mit dem Wasserpreis beglichen werden.“

Eine ältere Dame meinte: „Gut dass ich schon so alt bin, dann bekomme ich nicht mehr so viel mit von den Machenschaften. Welche Möglichkeiten hat man da überhaupt noch, sich gegen so etwas zur Wehr zu setzen.“

Im Resultat hat die Filmaufführung vielen auf erschütternde Art und Weise die Augen geöffnet, welche Folgen eine Lobby und deren gutwillige Abgeordnete, die durch gewinn- und expansionsgierige kapitalorientierte Unternehmen und deren rücksichtslose Profitgier für die Menschen gesteuert sind -  haben kann. Und das ganz besonders, wenn es um die Daseinsvorsorsorge und somit um die öffentliche Gesundheit geht.

Der AK-Umwelt bedankt sich bei den Spendern unter den Zuschauern, die rund 20 Euro für die Regisseure und ihr Team eingesammelt haben. Dieses Geld geht in den Sammeltopf für den zu erwartenden Prozess gegen die Regisseure von „Water Makes money“ – die im Beitrag genannten Konzerne haben die Filmemacher verklagt.

   

Castorstrecken-Aktionstag 23.10.

Zum bundesweiten Castorstrecken-Aktionstag am 23.10.2010 findet auch in unserer Region eine Protestaktion statt, zu der wir Euch alle herzlich einladen:

10:00 Düren Bhf.

11:15 Köln-Ehrenfeld Bhf.

14:00 Neuss Bhf.

14:30 Neuss Markt

In Neuss wird ein Demozug vom Bahnhof zur Abschlusskundgebung auf den Marktplatz ziehen.

Weitere Infos und Aktionen:

www.castorstreckenaktionstag.de

www.oepf-nrw.de

   

LINKE gegen Kohlekraftwerke

PRESSEMITTEILUNG

LINKE gegen Kohlekraftwerke

Der Kreisverband DIE LINKE in der Städteregion Aachen spricht sich gegen das geplante Kohlekraftwerk Krefeld sowie gegen den Bau des Kohlekraftwerks Lünen aus, an denen die Stadt Aachen über die Unternehmen STAWAG und Trianel beteiligt ist.

Der Neubau eines Kohlekraftwerks zementiere die Belastung des Klimas mit großen Mengen CO2 sowie anderer gesundheitsschädlicher Rauchgase für mindestens 40 Jahre, so Hubert Heck, umweltpolitischer Sprecher der Aachener Linken. Die Stromproduktion eines Kohlekraftwerks könne nicht schnell hoch- und herunter geregelt werden, damit widerspreche es den Anforderungen bei der schwankenden Einspeisung der Erneuerbaren Energie.

»Import von Kohle macht uns nicht nur abhängig, der Bergbau in wenig entwickelten Ländern geht zumeist mit menschenunwürdiger Ausbeutung, Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen und Unterdrückung der Bevölkerung einher, dies sind Fluchtgründe.« erklärt Peter Kämmerling vom Arbeitskreis Umwelt und Energie der Aachener Linken.

Für den Standort des Chempark Krefeld-Uerdingen, in dem die Abwärme des Kraftwerkes verwendet werden kann (sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung), würde sich eher ein Gasturbinenkraftwerk eignen. »Gasverbrennung stößt sehr viel weniger CO2 aus, diese Art Kraftwerke können sehr schnell geregelt werden und ergänzen so ideal die Erneuerbaren Energien. Damit wäre das schnell regelbare Gasturbinenkraftwerk ökonomisch betreibbar, denn Spitzenlaststrom ist teuer,« so Heck.

Ein Gaskraftwerk stehe - anders als der Ausbau der Kohleverstromung - dem Ausbau der Energie aus erneuerbaren Quellen nicht zwangsläufig entgegen, meint Darius Dunker, Sprecher des Linken Kreisverbands. Ein Gaskraftwerk könne in Zukunft dann mit Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen, Gülle und Abwässern betrieben werden, wenn die beteiligten Stadtwerke in ihren Kommunen Landwirten langfristige Lieferverträge über Gas aus neu zu errichtenden Biogasanlagen anböten. Das sichere qualifizierte lokale Arbeitsplätze und stärke die kommunale Wirtschaft. Biogasherstellung aus eigens dazu angebauten Energiepflanzen lehne DIE LINKE Aachen ab, weil dadurch Lebensmittel verknappt und verteuert werden, mit weltweit verheerenden Auswirkungen.

Mit einer solchen Strategie könnten die Trianel bzw. die beteiligten Stadtwerke sogar echten Ökostrom aus einem neu errichteten Kraftwerk anbieten. Peter Kämmerling kritisiert, dass die weitaus meisten sogenannten Ökostromanbieter ihren nicht-ökologischen Strom nur mit Zertifikaten »grünwaschen«, ohne den Strommix tatsächlich zu ändern. Trotz des Labels »Ökostrom« werde das Klima hierbei unvermindert belastet.

DIE LINKE Aachen fordert, dass die hiesigen Stadtwerke echten Ökostrom aus neu errichteten Kraftwerken der Erneuerbaren Energie anbieten, statt ihren Kunden einen konventionellen Strommix mit Zertifikaten als Ökostrom anzudrehen. »Dazu benötigen wir vor Ort in den Kommunen viele neue Windkraftwerke, Solarkraftwerke, Biogasanlagen, Biogaskraftwerke, Speicher und den Ausbau der Stromnetze sowie ein neues dezentrales Netzmanagement, um auf die Schwankungen reagieren zu können.« Der Umstieg auf eine Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Quellen müsse ohne Aufschub konsequent eingeleitet werden, damit den Kriegsgründen, der Umweltzerstörung und der sozialen Spaltung der Wind aus den Segeln genommen werde.

Wir rufen zur Beteiligung am Bürgerbegehren auf:

http://www.saubere-energie-aachen.de/

   

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