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Kreisverband Städteregion Aachen der Partei DIE LINKE
DIE LINKE Aachen Gruppen Betrieb & Gewerkschaft DIW-Studie: In einem Jahrzehnt zwanzig Prozent weniger Einkommen!

DIW-Studie: In einem Jahrzehnt zwanzig Prozent weniger Einkommen!

DIW-Studie: In einem Jahrzehnt zwanzig Prozent weniger Einkommen!

Pressemitteilung von DIE LINKE. NRW

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer neuen Studie einmal mehr festgestellt, dass die Realeinkommen der abhängig Beschäftigten im letzten Jahrzehnt deutlich gesunken sind. Und - wie überraschend - insbesondere die geringen und mittleren Einkommen wurden besonders geschröpft.

Bis zu zwanzig Prozent weniger Einkommen müssen die unteren Einkommensschichten verkraften, wenn Inflation und Abgabenerhöhungen realistisch mit einberechnet werden. Der  stellvertretende Landessprecher der LINKEN NRW und langjähriger Betriebsrat in der Metallindustrie, Thies Gleiss, erklärt dazu:

"Wo bleibt die Wut und Empörung der Betroffenen angesichts dieser Zahlen? Alle Parteien, CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne, haben in diesem Jahrzehnt systematisch für den Aufbau eines Niedriglohnsektors gearbeitet. Und wer vom Niedriglohn spricht, will die Löhne und Gehälter senken - was denn sonst? Nichts anderes war das Ziel von  
Hartz IV, Agenda 2010, Förderung der Leiharbeit und Beschneidung des  
Kündigungsschutzes. Die Verantwortlichen sollten sich ruhig öffentlich dafür loben - ihr politisches Ziel, die Gesamtheit der Löhne und Gehälter nach unten zu drücken, ist aufgegangen. Es ist höchste Zeit, dass die Forderungen der LINKEN verwirklicht werden: Ein Mindestlohn, der so hoch ist, dass er den Abwärtsdruck auf die Löhne nachhaltig aufhält, Weg mit den Hartz IV-Gesetzen, Verbot der Leiharbeit und  
sachgrundloser Befristungen von Arbeitsverhältnissen, Steuerumverteilung von oben nach unten und ordentliche Lohnerhöhungen.  

Traurig ist angesichts dieser Zahlen leider auch die Bilanz der Gewerkschaften. Ihre sozialpartnerschaftliche Lohnpolitik hat höchstens wenigen gut bezahlten Fachkräften noch den  Inflationsausgleich gesichert. Die Niedriglöhner und unteren Tarifgruppen wurden im Regen stehen gelassen. Das hätte nicht sein müssen. Attraktive Lohnforderungen, Tariferhöhungen mit Festbeträgen, die die unteren Einkommensgruppen bevorzugen, konsequenter Kampf gegen die Leiharbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Verteidigung der Flächentarifverträge und auch eine neue Kampagne für Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich, um den Druck der  
Massenerwerbslosigkeit auf die Löhne zu bremsen - all das hätte eine andere Entwicklung ermöglicht und könnte sie in Zukunft immer noch möglich machen. Auch das Problem des Mitgliederschwunds wäre dann für die DGB-Gewerkschaften vom Tisch. Kämpfen muss sich und kann sich lohnen - für alle, die daran beteiligt sind."